All time favorites 1/3: Annabelle empfiehlt

Die Wintermonate sind doch die allerschönste Zeit des Jahres für gute Bücher und Filme. Man kann sich eine Kanne Tee kochen, sich auf seinem Lieblingssessel einkuscheln und ohne schlechtes Gewissen in die Welt eines guten Buches abtauchen, sich von einem spannenden Film mitreißen lassen oder bei guter Musik die Augen schließen und entspannen. Der perfekte Zeitpunkt, um mal ein wenig über unsere absoluten Lieblingsbücher, -filme und -alben zu schreiben. Die, die uns am meisten gebannt und geprägt haben, die wir nicht loslassen konnten und die wir uneingeschränkt weiter empfehlen können.

Bücher, Bücher, Bücher: Vier Lieblingsromane

Margaret Mitchell: Vom Winde verweht (1936)

Ein absoluter Klassiker, dramatisch, romantisch, historisch. Eine der großen Liebesgeschichten der Weltliteratur. Von Kitsch kann hier aber keine Rede sein. Vielmehr ermöglicht der Roman einen Einblick in eine spannende Zeit: die amerikanischen Südstaaten der 1860er Jahre. Das heißt amerikanischer Bürgerkrieg und Abschaffung der Sklaverei und mittendrin die verwöhnte, temperamentvolle Südstaatenschönheit Scarlett O’Hara und ihre zahllosen Verehrer. Doch der eine Mann, den sie will, ist für sie unerreichbar…

Jonathan Safran Foer: Everything is illuminated (2002)

Erst hab ich es auf englisch gelesen, dann auf deutsch und dann nochmal auf englisch. Ich finde, das sagt schon viel aus. Es geht um einen jungen Amerikaner, der sich auf Spurensuche nach den Wurzeln seiner Familie begibt und in der Ukraine landet, wo eine abenteuerliche Reise mit seinem Guide Alex, Alex‘ Großvater und dessen Blindenhund Sammy Davis Junior Junior beginnt. Parallel erzählt ein zweiter Erzählstrang die Chronik vom jüdischen Stetl Tramchimbrod (in der heutigen Ukraine). Besonders eindrücklich (weil grausam) sind die Beschreibungen der Geschehnisse in Trachimbrod in den 1940ern, als die Nazis dort ankommen.

Alles ist erleuchtet ist witzig, tiefgründig, absurd und unfassbar traurig. Ein Roman, der all das gleichzeitig schafft, ist ein absolutes Kunstwerk. Nur die Romanverfilmung sollte man definitiv NICHT schauen. Manchmal können Worte eben nicht in Bildern ausgedrückt werden.

Haruki Murakami: Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki (2014)

Wer sind wir eigentlich und was bestimmt unsere Identität? Und was passiert, wenn wir inhaltslos sind, farblos sozusagen? Tsukuru Tazaki ist so ein farbloser Mensch, der ein einsames, zurückgezogenes Leben führt. Doch wann ist er eigentlich so farblos geworden und warum? Und wie verwurzelt ist diese Farblosigkeit mit einer tiefen Depression, die entstand, als seine engsten Vertrauten sich von ihm abgewendet haben? Murakamis Roman grenzt an einen Psychothriller und hat mich lange Zeit nicht losgelassen.

Nino Haratischwili: Das achte Leben (Für Brilka) (2014)

Das Beste zum Schluss. Selten hat mich in meinem Erwachsenenleben ein Buch gefesselt wie damals die Harry Potter-Bände oder die Tintenblut-Trilogie. In Haratischwilis Roman bin ich wieder richtig Kind geworden und habe die über 1200 Seiten in kürzester Zeit weggesuchtet. Da ich auf Poesierausch schon einmal einen Gastbeitrag über mein Lieblingsbuch verfassen durfte, können weitere Infos gern hier nachgelesen werden.

Filme, die man gesehen haben muss

In meinem Anglistik-Seminar „History of American Film“ vor gefühlt hundert Jahren habe ich ältere Filme – die mich bis dahin nicht interessiert hatten – lieben gelernt. Meine absoluten Favoriten sind Charlie Chaplins Modern Times (1936), Alfred Hitchcocks Rear Window (1954) und die Verfilmung von Truman Capotes Roman Breakfast at Tiffany’s (1961). Bei den jüngeren Filmen sind es interessanterweise immer wieder welche aus der Science-Fiction-Ecke, die mich am meisten begeistern. Grandioseste Film-Trilogie aller Zeiten: Zurück in die Zukunft (1985). Aufgrund ihres intellektuellen und philosophischen Niveaus nicht mehr losgelassen haben mich Matrix (1999) und Interstellar (2014). Und zuletzt noch etwas Weihnachtliches: Ich habe nie viele DVDs besessen, genauer gesagt war es jahrelang nur eine einzige: Die Schneekönigin (2002). Meiner Meinung nach beste Verfilmung des gleichnamigen Märchens von Hans Christian Andersen.

Mittlerweile stehen in meinem Regal übrigens bereits vier DVDs. Whoop!

Auf die Ohren…

… gibt es bei mir zwar viel Musik, aber ich bin niemand der regelmäßig ganze Alben hört. Daher an dieser Stelle meine Top 3 Hörbücher:

  • Morgan Callan Rogers: Rubinrotes Herz, eisblaue See
  • Rainbow Rowell: Eleanor & Park
  • Kerstin Gier: Silber (Trilogie)

Das war’s von mir, ich freue mich über Meinungen und sonstige Kommentare! Bis bälde 🙂

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